OpenClaw für UX: Autonome Design-Workflows aufbauen & betreiben
Heute haben wir gemeinsam mit Uxcel einen Live-Workshop veranstaltet — 26 UX- und Produktprofis haben dabei erlebt, wie autonome KI-Workflows wirklich aussehen.
Geleitet wurde die Session von Serg Lotz und Dr. Slava Polonski (ehemaliger UX Research Lead bei Google, Uxcel-Instructor) — und weit über das übliche „Wie schreibe ich bessere Prompts" hinausgegangen.
Was wir gezeigt haben
Der Kern des Workshops war eine Live-Demo mit OpenClaw: eine Website, die mit minimalem manuellen Eingriff gebaut, iteriert und optimiert wurde. Kein Foliensatz über KI — ein echtes System, das echte Arbeit leistet, live vor Publikum.
Wir haben gezeigt, wie OpenClaw die Teile der UX-Arbeit übernimmt, die normalerweise stundenlang dauern:
- Frontend-Design — strukturierte Komponenten, keine Einmal-Outputs
- Content-Strategie — Inhalte, die zur Informationsarchitektur passen, nicht nur Platz füllen
- Barrierefreiheit — von Anfang an integriert, nicht nachträglich ergänzt
- SEO-Logik — Teil des Workflows, kein Afterthought
Die Frage, die immer wieder auftauchte: „Was ist der Unterschied zu ChatGPT?"
Die Antwort: Autonomie. OpenClaw wartet nicht auf den nächsten Prompt. Es führt Workflows aus, korrigiert sich selbst und baut auf dem Kontext einer Session auf. Der Unterschied zwischen einem Tool und einem Teammitglied.
Der „Vorher-Nachher"-Moment
Eine der wirkungsvollsten Übungen war der direkte Vergleich: Wie sieht UX-Arbeit aus — vor und nach einem Agenten im Workflow?
Vorher: Eine Designerin verbringt zwei Stunden damit, ein Brief zu schreiben, Copy-Varianten zu formulieren, Kontrastverhältnisse zu prüfen, Alt-Texte zu schreiben und die SEO-Checkliste abzuarbeiten. Einiges davon ist echte Designarbeit. Vieles ist es nicht.
Nachher: Der Agent übernimmt die repetitive Schicht. Die Designerin konzentriert sich auf Entscheidungen — was gebaut wird, warum und für wen. Die Arbeit wird interessanter, nicht weniger.
Es geht nicht darum, UX-Profis zu ersetzen. Es geht darum, ihnen den mentalen Freiraum zurückzugeben, den sie für die Arbeit brauchen, die wirklich menschliches Urteilsvermögen erfordert.
Skills: Der Multiplikator
Ein wesentlicher Teil des Workshops war das Skill-System von OpenClaw — modulare, installierbare Fähigkeiten, die dem Agenten sagen, wie er in einem bestimmten Bereich arbeiten soll.
Für UX- und Webarbeit umfassen die relevanten Skills Barrierefreiheit, Frontend-Design, SEO und Content-Struktur. Jeder Skill ist ein Set aus Anweisungen und Kontext, das die Arbeitsweise des Agenten formt. Man muss die eigenen Standards nicht jedes Mal neu erklären — der Skill trägt sie weiter.
Wir haben gezeigt, wie man die richtigen Skills für ein Projekt auswählt und einen Agenten konfiguriert, der von Tag eins an echten Nutzen bringt.
Das Publikum
26 Teilnehmer:innen. Designer:innen, Product Manager, UX Leads, Gründer:innen — alle Praktiker:innen, alle bereits mit KI-Tools vertraut, alle auf der Suche nach dem nächsten Schritt.
Die Fragen in der Q&A-Runde gingen in die Tiefe: Bedenken zu Halluzinationen in Produktions-Workflows, wie man definiert, was der Agent anfassen darf und was nicht, welches Modell für welche Aufgaben geeignet ist, und wie man Agent-Output bewertet, ohne die Arbeit selbst nochmal zu machen.
Gute Fragen. Die Art, die man nur von Menschen bekommt, die wirklich bauen.
Was als Nächstes kommt
Das war die erste Uxcel x OpenClaw Session. Nicht die letzte.
Wer einen eigenen OpenClaw-Agenten aufsetzen möchte: Das Framework aus dem Workshop deckt alles ab — von der Installation bis zur produktionsreifen Konfiguration. Direkt melden oder auf webentity.ai weiterlesen.
- Workshop präsentiert von: Uxcel
- Instructors: Serg Lotz & Dr. Slava Polonski
- Originalevent: lu.ma/UxcelOpenClawWorkshop
